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Alle Informationen stammen aus dem Buch "Vegan: Mythen & Fakten - Die wichtigsten Fakten zur veganen Ernährung" von Jonas Blume


Menschen brauchen kein Fleisch!

Irgendwie hat die Fleischindustrie es geschafft die Menschen glauben zu machen, sie bräuchten Fleisch um gesund zu sein. Das stimmt schlichtweg nicht! Am häufigsten hört man die Sorge über einen Mangel an Proteinen wenn über den Wechsel zu einer veganen Ernährungsweise nachgedacht wird. Diese Sorge ist absolut unbegründet, denn viele Pflanzen verfügen über große Mengen an Protein. Wie sollte es sonst möglich sein, dass die größten und stärksten Tiere der Erde wie z.B. Elefanten, Gorillas und Nashörner allesamt Pflanzenfresser sind? Gute Proteinquellen sind bspw. Bohnen, Linsen, Kichererbsen, Nüsse & Samen.


Es ist wahr, dass Milch Kalzium enthält. Kalzium ist ein Mineral, welches in anorganischen Verbindungen im Ackerboden und Trinkwasser vorkommt. Es ergibt keinen Sinn den Umweg über die Kuh zu gehen, um an das Spurenelement zu gelangen. Hinzu kommt, dass Milch viel tierisches Protein enthält, was zur Übersäuerung des Körpers führt. Um dieser Übersäuerung entgegen zu wirken wird Kalzium abgebaut. Somit führt Milchkonsum insgesamt zur Abnahme von Kalzium im menschlichen Körper. Diverse Studien, die zeigen, dass in den Ländern die einen großen MIlchkonsum haben, auch höhere Raten von Osteoporose (Knochenschwund) und andersrum gegeben sind, bestätigen diese Aussage.

Milch stärkt die Knochen nicht sondern schwächt sie!


Muttermilch ist gut für Babys, Kuhmilch ist gut für Kälber!

Milch, egal welcher Spezies, ist dafür gedacht den Nachwuchs möglichst schnell möglichst groß werden zu lassen. Muttermilch enthält genau die richtigen Proteine, Enzyme und Hormone, um Säuglinge wachsen zu lassen. Kuhmilch enthalt somit eben die Inhaltsstoffe, die dafür sorgen, dass ein Kalb möglichst schnell von 40 Kilo auf 400 Kilo anwächst. Diese Inhaltsstoffe sorgen auch im Menschen für ein Zellwachstum und dafür, dass alte Zellen nicht abgebaut werden können. Bei Erwachsenen führt dies zum Wachstum von z.B. Krebszellen.


Ein Ei enthält 275mg Cholesterin. Dieser Wert überschreitet den empfohlenen Tagesbedarf eines Erwachsenen deutlich. Erhöhte Cholesterinwerte führen zu koronaren Herzerkrankungen. Diese stellen in den Industrieländern die Haupttodesursache dar. Hinzu kommt, dass die Produktion eines Eis sehr viel Stress für die Henne bedeutet. Sie bringt einen großen Teil ihres Calciumvorrats auf, um ihn in die Eierschale zu geben. Nimmt man ihr das Ei weg, hat sie keine Chance das Calzium, indem sie die Eierschale isst, wieder zu sich zu nehmen.

Eier sind ungesund!


Eierproduktion bedeutet Tierquälerei und Mord!

In den Zuchtstationen für Legehennen werden sowohl männliche als auch weibliche Küken geboren. Für die männlichen Küken gibt es keine Verwendung. Aus diesem Grund werden sie umgehend entsorgt. In den meisten Fällen bedeutet dies, dass sie bei lebendigem Leib geschreddert werden. Andere Methoden sind die Vergasung oder einfach das Werfen in Müllsacke, wo sie vom Gewicht ihrer Brüder zerquetscht werden. Weibliche Küken haben zwar das Glück länger leben zu dürfen, jedoch ist es ein qualvolles kurzes Leben, da das Eierlegen sehr viel Stress für sie bedeutet und sie meist mit ihren Schwestern auf engem Raum eingesperrt sind.


Laut des deutschen Bundesumweltministeriums und des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung sind alle Fische weltweit stark mit Quecksilber belastet. Quecksilber führt im menschlichen Körper zu erheblichen Nervenschäden und kann sogar zur Schädigung des Gehirns führen. 84% der getesteten Fischproben wiesen Quecksilberwerte auf, die über der maximal zu tolerierenden täglichen Aufnahmegrenze eines Erwachsenen liegen. Fisch enthält wie Fleisch viel Cholesterin, gesättigte Fettsäuren und Transfettsäuren. Diese tragen massiv dazu bei das Schlaganfallrisiko zu erhöhen.

Fisch ist ungesund!


Fischfang verursacht Beifang & schöpft den Ozeanbestand aus!

Es sind bereits 75% der Meerbestände ausgeschöpft. Schätzungen zufolge sind die Bestände bis 2048 komplett ausgerottet. Pro Kilogramm Fisch werden fünf Kilogramm Beifang verursacht. Beifang besteht aus Haien, Delfinen, Schildkröten und weiteren aquatischen Lebewesen. Beim Krabbenfang entstehen pro Kilogramm Krabben sogar 20 Kilogramm Beifang. Jedes Jahr werden auf diese Art und Weise mehr als 650.000 Wale, Delfine und Robben ohne jeglichen Nutzen getötet.


B12 ist ein Abfallprodukt von Bakterien. Es wird von Mikroorganismen produziert, die sich in der Erde und im Meer befinden. In der westlichen Welt werden alle Lebensmittel penibel gereinigt bevor die Menschen sie konsumieren. Dies hat viele Vorteile, sorgt jedoch dafür, dass sämtliches B12 entfernt wird. Fleischfresser haben häufig trotzdem keinen B12-Mangel. Dies liegt daran, dass B12 dem Tierfutter beigeschmischt wird. Veganer sollten also entweder B12-Tabletten einnehmen oder (nach intensiver Recherche) regelmäßig Lebensmittel wie wild wachsende Kräuter zu sich nehmen.

B12-Mangel ist kein Veganer- sondern ein Zivilisationsproblem!


Der Regenwald wird nicht abgeholzt um Soja für Veganer anzubauen!

Es stimmt, dass im Amazonas sekündlich eine Fläche von der ungefähren Größe eines Fußballfeldes gerodet wird. Es stimmt auch, dass diese Fläche teilweise genutzt wird um Soja anzubauen. Allerdings stimmt es nicht, dass Veganer die Verantwortung dafür tragen, denn über 90% der weltweit angbauten Soja werden als Tierfutter eingesetzt. Hinzu kommt, dass der Großteil der abgerodeten Fläche genutzt wird, um Weideflächen für Rinder zu erzeugen.


Nach wie vor hungern täglich 800 Millionen Menschen. Mit dem gesamten produzierten Getreide wäre es theoretisch möglich 10 Milliarden Menschen zu ernähren. Leider wird mehr als die Hälfte des Gesamtgetreides an Tiere verfüttert. Von ursprünglich 100 pflanzlichen Kalorien bleiben nach dem Umweg über das Tier nur ungefähr 3 tierische Kalorien übrig. 97% der Kalorien werden demnach verschwendet, wenn das Getreide zunächst an ein Tier und nicht direkt an einen Menschen verfüttert wird.

Mehr als 50% des weltweit angebauten Getreides wird an Tiere verfüttert!


Pflanzen empfinden kein Leid!

Pflanzen besitzen kein zentrales Nervensystem und sind daher nicht in der Lage Schmerzen zu empfinden. Evolutionär gesehen hat das Empfinden von Schmerz einen großen Nutzen, da es ein Warnsignal für den Organismus darstellt. Empfindet ein Lebewesen Schmerz wird es entweder die Flucht er- oder den Verursacher der Schmerzen angreifen. Pflanzen sind weder zum einen noch zum anderen in der Lage. Hinzu kommt, dass selbst wenn Pflanzen Schmerzen und Leid empfinden könnten, trotzdem noch die Veganer mit ihrer Ernährung zur Verringerung des Leides beitragen würden, denn eine Kuh oder ein Schwein verzehrt in ihrem bzw. seinem Leben deutlich mehr Pflanzen als ein Veganer.


Der Wechsel zu einer veganen Ernährung heißt nicht jedes Schnitzel oder jede Wurst durch eine vegane Alternative zu ersetzen. Viel mehr bedeutet er, dass man sich grundlegend neu mit dem auseinandersetzt, was man isst. Auf diese Art und Weise lernt man viele neue Lebensmittel und Gerichte kennen, die nicht nur lecker, sondern auch preiswert und gesund sind. Möchte man für möglichst wenig Geld eine möglichst hohe Kaloriendichte haben mag es stimmen, dass Tierprodukte besser abschneiden als die vegane Alternative. Möchte man hingegen für möglichst wenig Geld möglichst viele Nährstoffe zu sich nehmen, sollte man auf Produkte wie Bohnen, Hülsenfrüchte, Pasta, Kartoffeln, Haferflocken, Reis, Obst und Gemüse zurückgreifen.

Es ist nicht teurer sich vegan zu ernähren!



Alle Informationen stammen aus dem Buch "Vegan: Mythen & Fakten - Die wichtigsten Fakten zur veganen Ernährung" von Jonas Blume

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