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Permakultur

Regenerativer Anbau von Lebensmitteln

Bei einem Permakulturwald handelt es sich um ein gesundes Ökosystem, in dem viele verschiedene Pflanzen (und Tiere) miteinander koexistieren. Er bietet somit einen klaren Kontrast zur gängigen Art der Landwirtschaft, in welcher überwiegend Monokulturen zum Einsatz kommen. Zwar bietet die herkömmliche Art der Agrikultur den Vorteil, dass die Ernte leichter zu händeln ist, jedoch werden auf diese Art und Weise die Böden unfruchtbar gemacht und es kommen große Mengen Dünger und Pestizide zum Einsatz, um die Anfälligkeit der jeweiligen Pflanzenart gegenüber Insekten oder Pilzen herabzusetzen. Die Permakultur verzichtet auf all dies. Durch die Variabilität der miteinander agierenden Pflanzenarten können Pilze sich nicht so gut ausbreiten und auch ein Insektenbefall stellt nicht so ein großes Problem dar wie in einer Monkultur, da die Insekten in dem natürlichen Habitat des Waldes Fraßfeinde besitzen und die Natur somit selbst für ein Gleichgewicht sorgt.


Bei der Wiederaufforstung unseres 30 Hektar großen Stück Landes in der Amazonasregion von Peru orientieren wir uns an den Vorgaben des Buches "The Vegan Book of Permaculture". Der Autor, Graham Burnett, schlägt eine Unterteilung des Landes in sechs Zonen, angeordnet in mehr oder weniger konzentrischen Kreisen, vor. Der Unterschied der veganen Permakultur zur herkömmlichen Permakultur besteht darin, dass in der veganen Permakultur auf keinerlei Tierprodukte zurückgegriffen wird. Auch auf das Düngen mit tierischen Exkrementen wird verzichtet, da man durch den Kauf dieser die Industrie der Tierhaltung unterstützen würde.

Zone 0: Hier befindet sich der Wohnraum mit allen dazu gehörigen Unterkünften, Aufenthaltsräumen, Waschbereichen, Außenanlagen, Küchen etc. Natürlich soll auch hier in jedem Bereich darauf geachtet werden, alles so natürlich und nachhaltig wie möglich zu gestalten. Das kann zum einen Grünflächen auf Dächern oder zum anderen eine Sammlung frischer Kräuter in der Küche bedeuten. Alle entstehenden Abfälle werden in Form von Dünger o.ä. wieder in das System eingebracht.

 

Zone 1: In Zone 1 werden Kräuter und Sträucher angepflanzt, die viel Aufmerksamkeit benötigen und die man mehr oder weniger jeden Tag braucht. Die Grünflächen in diesem Bereich werden sauber gehalten und Gras regelmäßig gestutzt. Somit wird sichergestellt, dass Spinnen, Schlangen und andere gefährliche Tiere keinen Unterschlupf haben.

 

Zone 2: Diese Zone ähnelt noch mehr einem Garten, aber geht langsam in einen Wald über. Hier befinden sich verschiedene Gemüsebeete mit Sorten, die nur zweimal pro Woche o.ä. bewässert oder gepflegt werden müssen. In diesem Bereich können auch schon kleinere Obstbäume, Sträucher mit Früchten und mehrjährige Kräuter und Gemüsesorten angepflanzt werden.

 

Zone 3: Hier findet der Großteil der Produktion statt. Es werden größere Mengen von z.B. Sojabohnen, Kokosnüssen o.ä. angebaut. Diese beanspruchen zwar viel Fläche, aber keine große Aufmerksamkeit. Nachdem sie gepflanzt wurden sollten sie mit maximal einer wöchentlichen Kontrolle und ggf. Bewässerung ausreichend versorgt sein.

 

Zone 4: Zone 4 ist halb wilde Natur. Hier werden langlebige Bäume angepflanzt, die z.B. zur Holzproduktion genutzt werden können. Aufmerksamkeit sollte dieser Zone ca. einmal im Jahr zuteil werden. Ansonsten wird Zone 4 bereits sich selbst überlassen.

 

Zone 5: Urwald. In Zone 5 wird der Natur voll und ganz freier Lauf gelassen. Der Einfluss des Menschen auf das Ökosystem wird minimiert, sodass alle übrigen Arten ungestört in ihm leben können. Diese Zone dient dem Menschen ausschließlich als Vorbild, damit er sehen, lernen und verstehen kann, wie Ökosysteme sich im natürlichen Verlauf entwickeln.

Responsables

Ronja Heinemann

Andrés Seidler del Pozo

Contacto

Jr. Aguaytía MZ 21 Lt 9

Yarinacocha

Pucallpa, Ucayali

Perú

 

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